*gähn* - 4.381 wörter, nur für euch.

..und schon wieder lege ich euch einen reisebericht vor. ganz ungeplant, eigentlich.

dienstag abend, mein vater ruft mich an.. verabschiedet sich, sie fliegen wie geplant am nächsten tag nach new york, um meine schwester zu besuchen und zurück nach hause zu geleiten. sie hat ein jahr dort studiert, an der nyu school of law. hat die tage ihre graduierung gehabt, und bräuchte ein wenig hilfe beim ausziehen aus dem wohnheim dort. um 11:30 am mittwoch ginge der flug, deshalb müssten sie schon sehr früh aufstehen. „sie“, das waren mein paps, seine freundin carola und ihre zwölfjährige tochter. sollten es jedenfalls sein.

halb zwölf abends ruft mich mein vater nochmal an: „hi martin, willst du morgen mit nach new york fliegen?“
da musste ich erstmal schlucken.
die kleine hatte wohl auf einmal zu viel angst bekommen. nicht unbedingt vor dem flug, sondern vielmehr vor dem großen bösen amerika. so richtig verstanden hab ich das nicht, aber um ehrlich zu sein hat mich das auch nicht sonderlich interessiert. in dem augenblick dachte ich an ganz andere sachen. ich packte also so schnell wie’s ging meine sachen, bereitete mich darauf vor, die nacht noch vier einhalb stunden im auto zu sitzen und wieder nach ilmenau zu fahren. dort hin, wo ich zwei tage zuvor gerade erst her kam..
tanken musste ich in deutschland. leider. die tankstelle in der schweiz hatte zu der zeit schon lange zu. aber ein bisschen geld kann man für so eine gelegenheit schon mal opfern, finde ich.
die fahrt war in ordnung, zum glück hatte ich die nacht vorher viel geschlafen. die letzte halbe stunde fahrt durfte ich sogar der aufgehenden sonne zusehen. viertel nach fünf dann in ilmenau angekommen, leg ich mich erstmal auf die couch.
irgendwann halb sieben wurde ich dann geweckt, gleich gehts weiter, ich solle noch schicke klamotten für die verantsaltungen dort einpacken. mit anderen worten: meinen einen, einzigen anzug. dass da kein hemd dabei war, war mir zu dem zeitpunkt noch nicht bewusst. egal. sollte später auch kein problem sein. paps hatte genug hemden mit.
wir sind also um sieben losgedüst, in richtung frankfurt.
als mein paps und die carola im november schon meine schwester besuchten, leuchtete zu diesem zeitpunkt im passat gerade eine warnleuchte. „bremsen defekt, nicht weiterfahren.“
damals haben sie alles noch schnell umgepackt, sind mit dem anderen auto gefahren, und gerade so rechtzeitig in frankfurt angekommen.
da sie da zur selben zeit abgefahren sind, dachten wir uns, wenn wir um sieben losfahren ist genug zeit, dann können wir am flughafen noch schön frühstücken, ehe wir losfliegen. falls die bremsen diesmal halten. nunja. die bremsen waren nicht das problem. eher der umstand, dass der flieger diesmal ne stunde eher ging, als im november.. und irgendwer hatte das wohl bei der planung vernachlässigt. *g*
ein kleiner stau auf der A5 brachte uns leicht ins schwitzen. anderthalb stunden vor abflug sind wir also dort angekommen. unseren schalter zum einchecken haben wir auch recht schnell gefunden. das einzige problem, das uns jetzt noch bevorstand, war, dass der flug auf carolas tochter gebucht war, und nicht auf mich. ganz so einfach konnten wir also leider nicht einchecken, der reisepass passte irgendwie nicht ganz. wir sind also zum ticketservice, wollten umbuchen. die erste antwort der dame hinterm schalter: „das geht nicht.“
nunja, mein paps hat seinen charme spielen lassen.. und es geschafft, ein neues ticket zum gleichen preis zu kaufen, das alte kostenlos zu stornieren und lediglich umbuchungsgebühren von ein paar euros zahlen zu müssen. also prinzipiell genau das, was wir machen wollten. nur etwas komplizierter.
eine stunde vor abflug haben wir also eingecheckt. war alles recht knapp. wir mussten schließlich noch über den halben flughafen zum flugzeug laufen und uns zwischendurch ein paar mal filzen lassen. die leute waren der meinung, das unbedingt zwei mal tun zu müssen. gürtel ausziehen (damit die hose schön rutscht), taschen leeren, sämtliche metallische gegenstände entfernen. ich stellte mir kurz die frage, was die wohl bei intim-piercings machen würden, aber letztendlich war mir das egal. mag ich eh nicht haben. *g*
also filzen lassen, durch dieses piep-dingens da laufen. das piept übrigens, wenn man drin stehen bleibt.
okay, dann wieder alles anziehen, ein paar hundert meter weiter laufen, und das ganze nochmal machen. warum auch immer. in der wartehalle vorm flugzeug hatten wir dann immerhin noch eine halbe stunde zeit bis zum geplanten abflugtermin. die gelegenheit hab ich genutzt, um meiner mutter mal eben zu sagen, dass ich nach new york fliege..
fliegen ist toll. wenn man da so auf der startbahn steht, und der gas gibt.. hach ja. davon kann ich in meinem golf nur träumen.. *g*
hatte sogar einen schönen fensterplatz, der platz neben mir war leer, also sehr gemütlich alles. frühstück ist leider ausgefallen, aber dafür gab es recht bald mittagessen auf 30.000 ft höhe. war ganz nett. aber danach hatte ich immernoch hunger.. ich wurde mit einer schönen aussicht vertröstet. und geschlafen hab ich wohl auch ne ganze weile. hab ja auf der couch nur eine stunde geschlafen, und durch die zeitverschiebung würde ich erst sechs stunden später ins bett kommen, als hierzulande. anderthalb stunden vor der landung gab es nochmal was kleines zu essen. ebenfalls ganz nett.
halb zwei sind wir schließlich auf dem jfk-flughafen in new york gelandet. also schon zwei stunden nach abflug, und das obwohl wir acht stunden unterwegs waren..
wir stiegen also raus aus dem flieger, gingen durch das gangway-dings da, und ließen uns von den queue-managern eine schlange zuordnen. die amerikaner stehen auf schlangen. deshalb müssen die auch organisiert werden. in deutschland würde man sich einfach in die schlange stellen, die am kürzesten ist, aber das schaffen die amis wohl nicht. deshalb gibt es queue-manager. die sagen einem, in welche schlange man sich stellen muss. *g*
lustig wurde es, als unsere queue-managerin die leute hinter uns in das herrschaftsgebiet des anderen queue-managers abgeschoben hatte, da ihre schlangen alle „voll“ waren.
naja. nach einer viertel stunde oder so kamen wir dann an die reihe. ausweis-kontrolle, fingerabdrücke, aktuelles bild. ahja. keine weiteren gedanken dran verschwendet, und das gepäck abgeholt. jetzt waren wir also in den united states of america. ohje.
mit unseren köfferchen durften wir über irgendwelche straßen laufen, bis wir am air train angekommen sind, der uns direkt zur nächsten u-bahn-station gebracht hat. mit der u-bahn dann weiter bis zum hotel. dort hieß es dann schon wieder einchecken.. das war aber glücklicherweise weniger problematisch. wir hatten ein doppelzimmer mit extra bett drin. yay. ein kleines bad mit dusche, einen kleinen tisch mit sessel, und nicht zu vergessen das king size doppelbett mit dem king size fernseher. das muss in amiland wohl sein. sogar internet gäbe es, wenn wir ein laptop mitgenommen hätten.
prinzipiell ganz nett. durch den umstand, dass wir im neunten stock waren, bekamen wir sogar (relativ) frische luft zum atmen, wenn wir das fenster aufgemacht haben.
zwei straßen weiter war der central park. da sind wir dann erstmal spazieren gegangen, um uns stufenweise an den lärm und den gestank zu gewöhnen.
gleich danach sind wir dann einen italiener suchen gegangen. hunger.
mein vater hat einen schönen wein ausgesucht, den allerdings nur carola und er trinken durften, „because it’s really against the law“, wenn jemand unter 21 in den staaten alkohol trinkt. sauerei. das essen hat trotzdem geschmeckt. vergessen haben wir nur, dass dort drüben die kellner selbstständig sind, und das trinkgeld stolze 15-20% betragen soll. arme kellnerin.
danach sind wir noch ein wenig im park spazieren gegangen.. ist ein geniales gefühl, so mit jetlag. man denkt, man wäre hellwach, weil es nunmal noch hell ist und die sonne scheint, aber unterschwellig spürt man, dass man eigentlich total müde ist.. schwierig zu beschreiben. aber es ist toll *g*
da wir so müde waren, sind wir dann auch schon um neun schlafen gegangen.
der erste eindruck von new york: große, stinkende, mit autos und menschen jeglicher art vollgestopfte stadt. irgendwie unpersönlich und unwirklich.

donnerstag. geplant war ein commencement der new york university im washington park. dort wo sonst ganz viele dealer rumhängen. naja, jedenfalls wollte sich meine schwester schon um sieben mit uns dort treffen, wir durften also schon halb sechs aufstehen. war aber für mich ausnahmsweise kein problem. dank jetlag.
um sieben haben wir uns dann in einem frühstückslokal getroffen. meine schwester war ein wenig überrascht, da sie nicht mich erwartete, sondern jemand anders.. aber gefreut hat sie sich trotzdem *g*
das frühstück dort war sehr cool. zunächst bekommt man einfach so ein glas wasser spendiert. okay, es war amerikanisches leitungswasser, was bedeutet, dass es voller chlor und ähnlichem war. aber trotzdem nett. der kaffee wurde sofort nachgefüllt, sobald die tasse etwas leerer war. sogenannte re-fill getränke, die es dort häufiger gibt. ne tolle sache, wie ich finde. und zum essen hab ich mir pancakes mit apple cinnamon bestellt. aww, das war lecker. pancakes sind toll.
schwesterherz hat uns dann allerdings schon in die schlange am washington park gescheucht, wir würden sonst keine guten sitzplätze bekommen, es finge ja schon um 9:15 an. 8:30 war einlass, wir bekamen programme in die hand gedrückt, und einen platz zugewiesen. geplagt von langeweile, haben wir uns das programm ausgiebig durchgelesen. half allerdings nicht wirklich, da auf dem programm stand: „begins at half past ten“. super. wir hofften nur, dass die wettervorhersage (fünf tage lang regen) nicht ganz stimmte. denn der „rain plan“ auf dem programm sah nicht besonders ermunternd aus. „there is no rain plan. in case of heavy rain, the commencement will be abbreviated.” die regenschirme hatten wir selbstverständlich im hotel vergessen.
dann fing es irgendwann endlich an. von der bühne haben wir aber nicht viel gesehen, außer die riesige u.s.-flagge. dafür haben wir gehört. zuerst die hymne, dann die reden. wir haben dankesreden gehört, glückwunschreden, und kranke reden von irgendwelchen universitäts-presidenten mit western cowboy-stimme. eine rede über freiheit, darüber, dass die armen menschen in afrika, die am tag mehrere stunden unterwegs sind, um wasser zu holen, eben diese freiheit nicht haben (warum auch immer), und dass die u.s.a. dafür verantwortlich sein muss, dies zu ändern. interessante vision, wenn man bedenkt, dass die menschen in afrika vielleicht auch mit wasser holen glücklich sind, dass sie vielleicht nicht nur materielle werte haben, und dass man die menschen, denen es wirklich schlecht geht, findet, wenn man ein paar dunkle straßen in new york entlangläuft. die müssen nicht stundenlang laufen, um wasser zu holen. die würden fließendes wasser bekommen, wenn sie was zum wohnen hätten.
solche leute sieht man als finanzstärkerer u.s.-bürger aber nicht, da man zu faul ist, irgendwelche wege zu fuß zu laufen. auch wenn’s desöfteren schneller ist, als mit taxi. jedenfalls in der stadt.

Danach waren wir mal wieder etwas essen, sind durch greenwich village spaziert (da hat es nicht so gestunken, und es waren auch ein paar bäume am straßenrand), an der küste entlang, ich hab mir eine tolle limited edition blur cd gekauft, und dann sind wir wieder in richtung hotel gestiefelt. uns ein wenig bequemer anziehen, die schuhe waren nicht wirklich auszuhalten. am abend haben uns meine großtante und großonkel zum essen eingeladen. die wohnen in little neck, einem äußeren stadtteil von new york. sind dort vor zig jahren mal eingewandert.
es sollte einen guten italiener in queens geben (also ganz in der nähe von doug und kerry), also haben wir meine schwester aufgelesen und sind mit der u-bahn nach queens geflitzt.
typisch amerikanisch, hat der großonkel uns mit dem auto an der u-bahn-station abgeholt, um eine straßenecke weiter zum italiener zu fahren. der italiener ist wohl wirklich stilvoll. das auto wurde wie im film einfach vorm restaurant abgestellt, dann kam ein netter herr und hat es eingeparkt. die kellner waren sehr zuvorkommend, haben uns ausführlichst bei der bestellung des essens beraten, waren stets zur stelle. wohl immer mit dem hintergedanken, dass sie das geld von uns bekommen, und nicht vom restaurant-besitzer. besagte 15-20%. wenns um geld geht, können die leute dort sehr freundlich sein.
es gab tischgedeck, vorspeise und zweite vorspeise. prinzipiell kann man danach schon satt sein. wein gabs auch. die kellner waren aber was das anging mehr profit-orientiert, als law-orientiert. jedenfalls haben sie mich nicht nach dem alter gefragt. *g*
ich hab mir als hauptessen „apple ravioli“ ausgesucht, das waren sechs große teigtaschen, in deren füllung man einen hauch von apfel erahnen konnte. nicht unbedingt das, was ich mir vorgestellt hatte, aber trotzdem sehr lecker.
meine schwester hat dann noch ein paar geschenke bekommen, da sie ja nun einen neuen abschluss hat. in dem einen jahr hat sie ein „advanced diploma in corporate and commercial law“ bekommen. amis brauchen für jeden scheiß einen titel. auch bei dem commencement am morgen waren die arbeiter nicht nur irgendwelche leute, nein, das waren „marshals“. und sie hatten schicke rote jacken, wo dick und fett marshal drauf stand, damit jeder, der einen niedrigeren titel hat, erkennt, dass man auf diese leute hören muss.

abends dann noch ein wenig rumspaziert. time square, broadway, empire state building. das wird jede nacht in einer bestimmten farbe von großen scheinwerfern angestrahlt, damit es jeder sieht (auch die leute in den flugzeugen). laut meiner schwester zu ehren der new york university angeblich an diesem bedeutungsvollen tag in „purple“, da die nyu-flagge ebenfalls „purple“ ist. irgendwie sah dieses „purple“ aber vielmehr aus wie ein stinknormales blau.
so spät abends war mir die stadt wesentlich angenehmer. es waren nicht ganz so viele leute, nicht ganz so viele autos, dementsprechend auch nicht ganz so viele abgase und lärm.
danach gings dann auch schon gleich ins hotel. wir freuten uns sehr auf die nächste veranstaltung, die am freitag stattfinden sollte, und schliefen ein.

freitag. convocation der new york university – law school im madison square garden theater. das heißt diesmal nur von einer fakultät, wenn man das auf das deutsche system übertragen mag. also nicht mehr 15.000 studenten, die ihren abschluss feiern, sondern nur noch 1.000.
angefangen hat alles wieder mit der hymne. die ist obligatorisch. sonst vergisst man ja, dass man in new york ist.
vorne saßen die ganzen juristen. alle steinalt. haben teilweise schon an irgendwelchen verfassungen mitgearbeitet, erzählte meine schwester. und alle stinkreich (außer diejenigen, die „nur“ ihr auslandsjahr dort gemacht haben). für drei jahre ausbildung zum master of law bezahlen die dort 130.000 dollar.
dann kam eine nette dame auf die bühne, hält eine tolle rede.
kurzfassung: ihr absolventen kommt aus aller welt, um hier in drei jahren für 130.000 dollar unsere werte eingehämmert zu bekommen, und diese dann in aller welt zu verbreiten.
das ganze verpackt in eine „leader“-„fellow“-konstellation. in deutschland würde man sehr schief angesehen werden, würde man so etwas sagen. in den u.s.a. wird geklatscht.

zuletzt wurden dann alle absolventen einzeln aufgerufen, die hand geschüttelt, ein umhang umgehängt. bei 1.000 studenten dauerte das eine weile.. mein vater hat in der zwischenzeit sein buch gelesen. *g*
nach der veranstaltung sind wir wieder in die stadt, haben musical-karten für abends gekauft und das hardrock cafe besucht. das ding war verdammt groß. und an jeder ecke hängt ein riesen plasma-tv. eigentlich nicht nur an den ecken, sondern einfach überall. schon nicht schlecht, die bude. und ich hab „hot fudge brownie ice cream“ gefuttert. ebenfalls sehr groß. aber auch sehr lecker. *g*
danach sind wir ins hotel, haben uns ein wenig ausgeruht. es ist sehr anstrengend, patriotischen reden anderer sprachen zuzuhören. mein paps hat ice hockey geguckt, der rest hat entweder geschlafen oder buch gelesen.
um acht sollte das musical anfangen. wir haben uns „RENT“ ausgesucht, wurde uns von meiner schwester empfohlen, sie war da wohl selbst schon drin.
außen standen wir um einen ganzen häuserblock schlange. es gab allerdings nur eine schlange, weshalb anscheinend kein queue manager nötig war. was außen noch wie ein stinkiger alter häuserblock aussah, war von innen ein recht schönes theater im alten stil.
das musical war sehr schön. man hat zwar sprachlich nur wenig verstanden, aber das ist bei musicals häufig so. man bekommt ja trotzdem mit, worum es so grob geht. und das künstlerische war echt genial. musikalisch können sänger/innen in den charts nicht mit diesen leuten mithalten. ist halt ein musical am broadway. *g*
auf dem nachhauseweg sind wir dann sehr überrascht gewesen von der menschenmenge. freitag abends um elf. man ist zu fuß schneller als jedes auto, und das obwohl man sich kaum frei bewegen kann.
an diesem tag haben wir außer ein stück pizza und einem sandwich übrigens nichts gegessen. wir waren noch gut bedient vom reichlichen essen am vortag. *g*

samstag. wir durften früh ausschlafen. yay.
dann kam meine schwester zu uns ins hotel, und wir gingen gemeinsam frühstücken. pancakes. was sonst? *g*
diesmal gabs aber nichts tolles dazu, außer eben standardmäßig butter und ahorn-sirup. daraufhin äußerte ich den wunsch, am nächsten morgen doch bitte wieder in dem lokal wie letztens zu frühstücken, wo es noch tolle sachen dazu gab.
war aber trotzdem sehr lecker. von drei solchen pancake-teilen hat man sicher schon ne tagesration kalorien getankt. kein wunder, dass amis so voluminös sind (jedenfalls die, die es sich leisten können). deshalb haben die wahrscheinlich auch so große autos.. *g*
die autos sind aber echt toll. da ist nen stinknormales taxi weitaus größer als nen 7er bmw. so’nen pickup ist nen riesen-ding, und was die dort einen van nennen.. da kann kein touran mithalten.
gestrechte sachen fahren da auch häufiger rum. in allen längen verfügbar.. das längste was wir gesehen haben war wohl um die 15 meter lang. übrigens gibt es auch gestrechte hummer. die teile sehen ja mal nicht schlecht aus..
was man nicht so alles sieht, während man auf der fifth avenue shoppen geht.. *g*
naja. was heißt shoppen. ich hab mich im nba-store umgeschaut, ein tolles mitbringsel gekauft, und das wars dann auch schon was mich angeht. die mädels wollten dann unbedingt noch zu abercrombie & fitch. irgendso’ne marke mit nem elch drauf. der laden ist krass. erstmal stehen da draußen die typen rum, die auf den ganzen werbeplakaten zu sehen sind, und lassen sich mit den touris fotographieren, dann kommt da überall echt laute musik. man könnte meinen, das ding ist ne disco. auch so vom stil der musik her. naja, geschmackssache. die mitarbeiter haben allesamt elch-klamotten an, sind alles models, und stehen dort an jeder ecke.
über die klamotten kann man sich streiten. mein vater hat gar nicht erst versucht, dort eine hose zu finden. die haben alle löcher. *g*. dafür hat er sich schöne hemden gekauft. ich hab mich in anbetracht meines beschränkten budgets in einem der gemütlichen sessel dort zurückgelehnt. mein paps hat sich dann zu mir gesellt, als die beiden frauen noch genüsslich den laden erkundet haben. irgendwann kamen die sogar wieder, mit tollen anziehsachen unterm arm.
dann gings also weiter, aus diesem lauten laden raus, in richtung rockefeller center. dort war ne seltsame kleine ausstellung aufgebaut. prinzipiell nichts interessantes, das einzige tolle war ein kleines kind, welches alle paar sekunden den kopf fünf mal gegen die wand gehauen hat. hat sich angehört wie ein hammer, und von der wand sind die ersten stücke runtergefallen.. *g*
(das kind war übrigens nicht echt).
danach sind wir in noch so ein großes tolles kaufhaus gegangen. da standen jede menge dj’s rum, die ihren teil des gebäudes beschallt haben. sehr interessant. und überall waren teuere und hässliche handtaschen und klamotten. das ist übrigens nicht nur meine meinung, sondern auch die meiner mitreisenden. wir sind also recht schnell wieder dort rausspaziert, und haben uns gemütlich einen kaffee gegönnt. apropos kaffee, starbucks gibts dort an jeder ecke. unter anderem direkt neben unserem hotel, davon haben wir desöfteren gebrauch gemacht.. *g*
der plan für den rest des tages war wesentlich lockerer. ground zero wollten wir noch sehen, und sonst eigentlich nur rumspazieren und rumgucken. demnach sind wir mit der u-bahn in richtung world trade center gefahren. ich war anfangs relativ gespannt, wie es dort wohl aussieht, da ich ja 1997 schon mal auf den türmen oben drauf stand. aber irgendwie war das nichts weiter als ne große baustelle mit us-flaggen an jeder ecke. vollkommen unspektakulär. ging also gleich weiter. battery park, an der küste entlang spazieren, in der gegend wars irgendwie viel schöner. wesentlich weniger autos, viele spielplätze, relativ viel grünfläche. und wenn man die häuser so sah, konnte man sich echt vorstellen dass da leute leben. sonst glaubt man das irgendwie nicht wirklich..
anschließend sind wir noch bisschen durch chinatown und little italy gedackelt. das ist teilweise ziemlich krass. in den schaufenstern von chinesischen gaststätten sieht man irgendwelche putzmunteren tiere, die man nicht näher definieren mag, aber eindeutig für den teller bestimmt sind. und wenn man an der straße entlang läuft, kann man manchmal in die keller sehen. dort sieht man dann neben jeder menge müll unter anderem auch mal eine küche.. aber ich glaube, dieser anblick sollte einem erspart bleiben, falls man in dem restaurant noch irgendwas essen möchte.
danach sind wir zu meiner schwester ins wohnheim gegangen, sie musste ausziehen und ihren ganzen kram in koffer einpacken. vier riesen koffer hatte sie schon da stehen. voll. und das zimmer war trotzdem noch nicht leer.. naja. es stand also fest, dass wir noch mindestens einen koffer kaufen müssen. da direkt neben unserem hotel ein geschäft mit günstigen koffern war, verschoben wir das auf sonntag früh. (keine ladenschlussgesetze).
meine schwester wollte bei friday’s essen, um meinem vater mal einen richtigen burger zu zeigen. gesagt, getan, ein paar u-bahn-stationen weiter sollte das ding auch schon sein. die blutlache in der u-bahn hat einem noch so richtig viel appetit gemacht, aber dem hunger war das irgendwie egal. ich hab ein „jack daniel’s flat iron“ steak gehabt. jack daniels heißt nichts weiter, als dass da eine soße dabei war, die nach jack daniels aroma schmecken sollte. meine schwester hat sich dasselbe bestellt, mein vater einen großen burger, und carola irgendwas salatiges.
der burger war echt groß. aber die amerikaner sind ja schließlich auch groß (und voluminös), die schaffen sowas locker. mein vater nicht *g*
prinzipiell war das auch sehr lecker. aber anscheinend haben die das jack daniels aroma mit abführmitteln verwechselt. zum glück hat mir die soße eh nicht wirklich geschmeckt, weshalb ich mir auch nicht ganz so viel davon genommen hab.

sonntag früh dann wieder etwas länger schlafen. im prinzip ist hier nichts aufregendes mehr passiert, war ein reiner abreise-tag.
frühs den koffer gekauft. war doch nicht so ein billiges geschäft, wie wir vermutet hatten, es standen im schaufenster nur die kaputten exemplare, die natürlich entsprechend sehr günstig waren. haben aber doch einen ziemlich praktischen und echt riesigen koffer bekommen, und sogar noch mit preisnachlass. mit dem koffer sind wir dann also auf zu meiner schwester. haben den im wohnheim vollgestopft, es passte tatsächlich alles rein. aber er war verdammt schwer. mein schwester hat schon die ganze zeit rumgejammert, dass die fluggesellschaften keine koffer über sonstwieviel kilo mitnehmen, das war uns da aber grad egal, da es keine anderen möglichkeiten gab.
sind wir also erstmal gemütlich frühstücken gegangen. sehr gemütlich. wieder dort, wie am donnerstag. „for me the pancakes with chocolate chips please“. den satz konnte ich gut. es war sehr lecker. ich werde mir unbedingt ein rezept für pancakes besorgen. *g*
der rest des tages war weniger amüsant. es gab ein paar logistische probleme. wir hatten sieben koffer/taschen, von denen jede zwischen 20 und 35 kilo wog. meine schwester bemühte sich wie immer, so wenig wie möglich zu tragen, und meinem paps wurde es verboten, eine schwere tasche zu tragen. (hat seinen arm beim hockey spielen kaputt gemacht).
ich durfte den großen neuen koffer durch die gegend rollen, da wurde dann noch ein unrollbarer koffer oben draufgelegt, damits nicht zu einfach ist. wie sich später am flughafen herausstellte hab ich 60 kilo durch new york geschleppt und über den halben flughafen gezogen. alle anwesenden haben sich zu dem zeitpunkt sehr gefreut, dass doch ich mitgekommen bin, und nicht die kleine zwölfjährige tochter von carola.
der flieger meiner schwester ging eine stunde vor uns und war von einer anderen fluggesellschaft, weshalb wir uns dann relativ zeitig schon trennen mussten. meine schwester war zu beneiden, sie stand fünf minuten schlange, bis sie eingecheckt war.
wir standen in drei langen schlangen, da das laufband für die koffer und taschen bei unserem terminal kaputt war. insgesamt zwei stunden. sehr amüsant, insbesondere wenn man noch müde vom koffer schleppen ist. dann noch eine tolle sicherheitskontrolle, diesmal mussten wir sogar die schuhe ausziehen. yay. dafür hatten wir dann noch zeit, eine kleinigkeit zu uns zu nehmen. einen bagel gegessen, und ein kühles, erfrischendes bier getrunken. ich hoffe nur, dass meine fingerabdrücke nicht an der flasche gefunden werden..
danach durften wir auch schon recht bald den weg zum gate 21 antreten, wo unser flieger auf uns wartete. schätzungsweise zwei kilometer zu laufen, aber wir hatten ja glücklicherweise keine koffer mehr. also alles kein problem. im flieger angekommen, alles gemütlich eingerichtet. carola ist gleich eingeschlafen.. diesmal hatte ich keinen fensterplatz, aber da der flug eh über nacht ging, sollte das nicht so kritisch sein. geplant war abflug um 19:25 und ankunft um 9:30, jeweils örtliche zeit. nochmal zum abschluss eine schöne schlange, die amis stehen ja drauf. es waren 25 flugzeuge vor uns in der schlange zum abflug. bescherte uns eine stunde verspätung.
sobald wir in der luft waren, gab es wieder was zu essen. lecker. dann noch einen film gesehen. ursprünglich sollte king kong kommen (den ich auf dem hinflug schon teilweise gesehen hab und sehr schlecht fand), aber glücklicherweise hatten die probleme mit ihrem entertaining system, weshalb dann ein recht interessanter film über die ersten schwarzen in basketball-mannschaften kam. danach hab ich geschlafen, und selbst der kleine knirps von einer reihe weiter vorne konnte mich nicht davon abhalten, auch nicht indem er cola auf meinen fuß gekippt hat oder unter dem sitz durchgekrabbelt ist und mich angegrinst hat.
eine halbe stunde hat der pilot noch rausgeholt. um zehn hieß es dann also: welcoma back in germany. yay.
die ganzen koffer in die autos gepackt, anderthalb stunden auf der A5 im stau gestanden, und um 15 uhr wieder in ilmenau angekommen. dort gegessen, das mitbringsel aus dem nba-store seinem empfänger übergeben, und dann auch schon weitergefahren in richtung schweiz. und nun bin ich wieder hier, hänge der zeit hinterher, und versuche mich wieder in die uni reinzuschlafen.

prinzipiell kann ich also sagen, dass der trip sich gelohnt hat. eine sehr schöne erfahrung, auch wenn ich bei weitem nicht alles schön fand, was mich da drüben so erwartete.

recht herzlichen dank für eure aufmerksamkeit.
16.5.06 18:58


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